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Baufinanzierung

Eine gute Baufinanzierung bildet das Fundament für ein Eigenheim.
Der Traum vom eigenen Haus ist in Deutschland allgegenwärtig, denn die Eigenheimquote ist hierzulande längst nicht so hoch wie in anderen europäischen Ländern. Vor allem junge Familien mit Kindern wünschen sich hierbei ein Häuschen im Grünen, wo die Kinder im Garten spielen können und man selbst auf der Terrasse in der Sonne sitzen kann. Doch auch die Eigentumswohnung in City-Lage wird wieder zum interessanten Objekt, gerade in Zeiten stark steigender Mieten.
So dient die eigene Immobilie, egal ob es ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung ist, sowohl zur Erfüllung aktueller Träume als auch für die Altersvorsorge. Staatliche Unterstützung in Form der Eigenheimzulage gibt es hierfür allerdings nicht mehr.

Baufinanzierung mittels Darlehen

Nahezu 99% aller Menschen, die sich für einen Immobilie entschieden haben, müssen diese per Darlehen finanzieren, denn die Barabwicklung derartiger Projekte ist in den meisten Fällen nicht möglich.
In jedem Fall sollten Sie, um eine Baufinanzierung planen zu können, die unterschiedlichen Details der Darlehensarten kennen und Ihre individuelle Situation als Bauherr oder Hauskäufer berücksichtigen.
So spielt Ihre finanzielle Situation die entscheidende Rolle für die Baufinanzierung. Um diese besser einschätzen zu können sollten Sie eine Einnahmen/Ausgaben-Rechnung erstellen, in der sowohl die Einkünfte als auch die monatlich festen Ausgaben aufgelistet werden. Anhand des hierbei erzielten Überschusses kann dann die Kreditrate berechnet werden.
Noch vor einigen Jahren war es unumgänglich, dass für die Finanzierung einer Immobilie Eigenkapital zur Verfügung stand. Dieses musste möglichst 20% der Gesamtkosten betragen und belastete somit stark, denn vor allem junge Familien konnten derartig hohe Beträge nicht ansparen. Auch die Alternative, das Eigenkapital in Form von Eigenleistungen abzudecken, war vielfach nicht möglich.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Diese Situation haben die Banken erkannt und bieten, auch aufgrund der zurückgegangenen Nachfrage im Bereich der Immobilienfinanzierung, mittlerweile die Finanzierung auch zu 100% der Kauf- oder Baukosten. Hierbei müssen Bauherren lediglich die Notar- sowie die Grunderwerbskosten und die Erschließung des Objektes selbst bezahlen. Wer auch dieses Kapital nicht hat, kann eine Finanzierung bei einigen Anbietern gar bis zu 120% der Kosten aufnehmen. Hierbei sollten Finanzierer allerdings bedenken, dass die monatliche Belastung dieser Finanzierungen aufgrund der höheren Darlehensbeträge sowie der meist höheren Zinssätze, deutlich größer sind. Daher werden Finanzierungen über 80% nur an Menschen vergeben, deren Einkommen relativ hoch sowie möglichst dauerhaft gesichert ist. Menschen zum Beispiel, die erst seit Kurzem bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber beschäftigt sind, werden diese Finanzierung nicht erhalten.

Arten der Baufinanzierung

Für die Baufinanzierung selbst stehen verschiedene Darlehensarten zur Verfügung:

Annuitätendarlehen

Dies ist zum einen das klassische Annuitätendarlehen, welches über eine bestimmte Laufzeit mit einem festen Zins abgeschlossen wird. Die Zinsbindung beträgt hierbei meist zwischen 5-15 Jahre, in Einzelfällen kann diese sogar verlängert werden. Nach Ablauf der Zinsbindungszeit müssen die Konditionen dann zu den marktüblichen Bedingungen neu verhandelt werden.

Bauspardarlehen

Weiterhin sind Bauspardarlehen für die Baufinanzierung interessant. Um diese nutzen zu können, müssen jedoch frühzeitige Planungen begonnen werden, denn vor Ausreichung des Darlehens muss der Baufinanzierer einen Bausparvertrag mit 40-50% der Bausparsumme angespart haben, was unter Umständen mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Dies die Ansparung jedoch erreicht und wurde die Mindestbewertungszahl erreicht, kann das Bauspardarlehen zu meist günstigeren Konditionen als die Bankfinanzierung vergeben werden. Der weitere Vorteil dieses Darlehens liegt in der Flexibilität, denn Rückzahlungen sind hier jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich.

Variabel verzinsliche Darlehen
Für Menschen, die flexibel bleiben wollen, eignen sich weiterhin variabel verzinsliche Darlehen. Diese können sich beim Zinssatz jederzeit den Leitzinsänderungen anpassen. Bei sinkenden Zinsen profitieren die Kreditnehmer, bei steigenden Zinsen ist die monatliche Belastung jedoch erhöht. Um das Risiko steigender Zinsen zu begrenzen, können variable Darlehen mit einer Zinssatzobergrenze, der so genannten Cap-Grenze, ausgestattet werden.

Grundsätzlich werden alle Darlehen im Bereich der Baufinanzierung durch Eintragung eines Grundpfandrechts gesichert. In der Praxis findet sich hier zumeist die Grundschuld.
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