Bausparkassen
Bausparen wird, wie der Name schon sagt, von den Bausparkassen angeboten. Der Vertrieb von Bausparverträgen findet aber häufig nicht in eigenen Filialen, sondern immer häufiger über das Internet statt. Meist bieten ortsansässige Banken und Versicherungen auch Bausparen an, denn diese haben ein großes Filialnetz und können so zahlreiche Kunden ansprechen. Auch benötigen die Bausparkassen so keine eigenen Filialen, die nur Kosten verursachen würden. Die Bausparkassen gelten in Deutschland als Spezialkreditinstitute, deren Geschäftsbereich starken Einschränkungen unterliegt.In Deutschland gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Gruppen von Bausparkassen, die sich vor allem in ihrer Rechtsform unterscheiden:
Private Bausparkassen
So gibt es zum einen die privaten Bausparkassen, die mit 15 Instituten am Markt tätig sind. Ihre Rechtsform ist in den meisten Fällen die Aktiengesellschaft. Die privaten Bausparkassen bieten ihre Bausparverträge vor allem über private Banken und Versicherungen an, oftmals sind sie sogar im Besitz dieser. Aufgrund des Bausparkassengesetztes müssen diese Institute aber eigenständig sein. Hierbei arbeitet jede Bausparkasse mit nur einer Bank zusammen, um den Wettbewerb zu gewährleisten. Auch freie Vermittler, die lediglich auf Provisionsbasis arbeiten, sind zu finden.
Eine besondere Stellung bei den privaten Bausparkassen nehmen die Schwäbisch Hall sowie die BHW Bausparkassen ein. Erstere gehört mehrheitlich der DZ-Bank, deren Eigentümer die Volks- und Raiffeisenbanken sind. Daher werden bei diesen Kreditinstituten auch nur Verträge der Schwäbisch Hall verkauft. Letztere konnte sich bis 2005 durch die Trägerschaft des Deutschen Beamtenbundes sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf eine große Anzahl an Vertrauensleuten stützen. Mittlerweile wurde die BHW aber durch die Postbank übernommen und vertreibt ihre Produkte auf diesen Vertriebskanälen.
Landesbausparkassen
Die zweite Form der Bausparkassen sind die Landesbanken, die durch Bundesländer und/oder einer Sparkassenorganisation verwaltet werden. Sie vertreiben ihre Produkte zumeist über die Filialen der Sparkassen, wo sie auf eine große Anzahl an Kunden zurückgreifen können. Die Landesbausparkassen sind jedoch nur regional tätig und stehen daher untereinander nicht im Wettbewerb.
Auch das Internet wird, ebenso wie dies bei anderen Bankprodukten bereits der Fall ist, zunehmend für den Vertrieb von Bausparverträgen entdeckt. Dies ist möglich, da viele Kunden heute sehr informiert sind und das Internet zahlreiche Informationen bietet, wodurch ein persönlicher Berater oft nicht mehr benötigt wird. Es empfiehlt sich vor dem Abschluss einen unabhängigen Vergleich der Bausparkassen zu nutzen. Einen Bausparvertrag im Internet abzuschliessen hat vor allem Kostenvorteile, denn die Abschlussgebühr sowie die anderen Gebühren sind deutlich geringer, was einen positiven Einfluss auf die Rendite des Vertrages hat.
