Bausparprinzip
Die Idee des Bausparens existiert in Deutschland bereits seit dem 19. Jahrhundert. Sie konnte sich endgültig aber erst in den 1920er Jahren, also nach dem Ende des ersten Weltkriegs wirklich etablieren. Generell versteht man unter dem Bausparen ein Solidaritätsprinzip, durch das es jedem Menschen ermöglicht werden soll, ein eigenes Haus zu bauen oder zu erwerben, auch wenn das Kapital hierfür nicht vollständig vorhanden ist. Jeder kann also, nachdem er einen gewissen Betrag angespart hat, ein Darlehen nutzen.Bausparphasen
Bausparverträge sind aufgrund dieses Prinzips in jedem Fall zweckgebunden und dürfen nur für Baumaßnahmen oder eben für den Kauf oder den Bau eines Hauses oder aber einer Eigentumswohnung verwendet werden.Das Bausparen an sich funktioniert in zwei Bereichen. Dies sind zum einen die Ansparphase und zum anderen die Darlehensphase. Menschen, die sich in der Ansparphase befinden, sparen ihren Bausparvertrag in monatlichen Raten oder auch mit unregelmäßigen Beträgen an, um später selbst das zinsgünstige Darlehen nutzen zu können. Hierzu ist es notwendig, dass mindestens 40-50% der vereinbarten Bausparsumme angespart werden. Dies ist je nach Bausparkasse und gewähltem Tarif verschieden. Für die Sparleistungen bezahlt die Bausparkasse natürlich Guthabenzinsen, die jährlich zum 31.12. dem Vertrag gutgeschrieben werden und so die Sparsumme erhöhen. Auch die Höhe dieser Guthabenzinsen kann sich stark unterscheiden.
