Bausparvertrag Laufzeit: Maximale Flexibilität sichern

Ein entscheidendes Kriterium bei einem Bausparvertrag ist die Laufzeit. Anders als bei einer Baufinanzierung oder einem Kredit, gestaltet sich die Wahl der richtigen Laufzeit bei Bausparverträgen schwieriger. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Es gibt beim Bausparenmehrere zeitliche Abschnitte, die alle als Bausparvertrag Laufzeit bezeichnet werden, aber unterschiedliche Zwecke erfüllen und jeweils andere Voraussetzungen haben. Welche dies im einzelnen sind, wird im Folgenden detailliert erklärt.

Ein Bausparvertrag – viele Laufzeiten und Varianten

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So variantenreich ein Bausparvertrag ist, so komplex ist manchmal auch das Bausparen. Laufzeit ist einer der Aspekte, die interessierte Bausparer schnell verwirren können. Über welche Laufzeit wird der Vertrag abgeschlossen? Wie kann man die Darlehenslaufzeit berechnen? Was ist die Mindestlaufzeit? Bevor die einzelnen Aspekte näher erläutert werden, hier eine kurze Übersicht über die drei wichtigsten Punkte, mit denen die Bausparvertrag Laufzeit in Verbindung gebracht wird.

  • Gesamtlaufzeit: (Vertrags-)Dauer des Bausparvertrags (Anspar- und Darlehensphase)
  • Mindestlaufzeit: Minimale Laufzeit, um Bausparboni wahrnehmen zu können
  • Darlehenslaufzeit: Tilgungsphase des Bauspardarlehens

Meist wird pauschalisierend von einer „Bausparvertrag Laufzeit“ gesprochen. Welche Teillaufzeit tatsächlich gemeint ist, ergibt sich häufig aus dem Zusammenhang. Um aber zu wissen, worauf man bei den einzelnen Bausparvertrag Laufzeiten achten sollte, ist es sinnvoll, sich über die genauere Differenzierung zu informieren.

Gesamtlaufzeit Bausparvertrag: Wann endet das Vertragsverhältnis?

Wenn man einen Vertrag abschließt wird in der Regel bereits eine Laufzeit vorgeschlagen. Diese ergibt sich aus der gewünschten Bausparsumme, den zu Beginn festgelegten Sparraten und der Darlehenslaufzeit. Dies ist allerdings nur ein ungefährer Richtwert für die zu erwartende Laufzeit. Die tatsächliche Laufzeit eines Bausparvertrags unterscheidet sich in der Regel von der bei Vertragsschluss veranschlagten Dauer.

Einer der großen Vorteile eines Bausparvertrags ist die Flexibilität. Sparraten können jederzeit geändert und an die aktuelle finanzielle Lage angepasst werden. Wenn im Laufe der Ansparphase die monatlichen Raten erhöht werden, erreicht man folglich auch schneller die Zuteilungsreife und die Bewertungszahl steigt ebenfalls. Entsprechend dauert die Laufzeit aber auch länger, wenn man die Sparrate verringert oder aufgrund finanzieller Engpässe ganz ruhen lässt. Gleiches gilt für die Darlehensphase, die ebenfalls flexibel gestaltet werden kann. Je mehr man zurück zahlt, desto schneller ist auch die Darlehenslaufzeit beendet. Es folgt daraus, dass bei Vertragsschluss zwar eine theoretische Laufzeit des Bausparvertrages festgelegt wird, die tatsächliche Dauer sich aber aufgrund diverser Faktoren deutlich von dieser Schätzung abweichen kann.

Mindestlaufzeit Bausparvertrag: Voraussetzung für Zuteilung

Das Prinzip des Bausparens beruht auf verschiedenen Phasen. Zunächst wird Guthaben angespart, dass dann nach erfolgter Zuteilung zusammen mit einem Darlehen ausgezahlt wird. Um eine Zuteilung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine davon ist neben Mindestguthaben und ausreichend hoher Bewertungszahl, dass die im Tarif festgehaltene Mindestlaufzeit erfüllt wurde. Je nach gewähltem Tarif variiert diese. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die benötigte Mindestbausparsumme sofort zu Beginn der Sparphase eingezahlt wird und so ein Bauspardarlehen ohne Sparen zugänglich wird.

Darlehenslaufzeit Bausparvertrag: Raten werden getilgt

Eine weitere wichtige Teillaufzeit beim Bausparvertrag ist die Darlehenslaufzeit. Sie wird ebenfalls bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Im Gegensatz zur Ansparphase ist die Dauer der Darlehensphase weniger flexibel, da es eine maximale Darlehenslaufzeit gibt. Generell muss ein gewisser Mindestbetrag pro Monat zurückgezahlt werden, der bei Vertragsbeginn bereits bekannt ist. Aus diesem ergibt sich die maximal mögliche Darlehenslaufzeit beim Bausparvertrag.

Ratenanpassungen sind dennoch möglich. In Absprache mit den jeweiligen Bausparkassen, kann die Rate an die finanzielle Situation angepasst werden. Wobei zu beachten gilt, dass ein Aussetzen der Raten nicht möglich ist. Eine Erhöhung der monatlichen Raten sowie Sondertilgungen sind jederzeit und zudem kostenlos möglich. Daraus folgt, dass die Bausparvertrag Laufzeit während der Darlehensphase auch deutlich verkürzt werden kann.

Bausparvertrag Laufzeit: Möglicher Sonderfall

Bausparverträge begünstigen durch ihre große Flexibilität und ihren besonderen Aufbau eine Eigenheimfinanzierung auch ohne Eigenkapital. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Bausparvertrag zur Geldanlage zu nutzen. Bausparkassen bieten gerne besondere Boni, oft in Form von Sonderzinsen, für Bausparer, die das Bauspardarlehen ausschlagen. Häufig sind solche Boni an eine Mindestlaufzeit gebunden. Diese ist unabhängig von der Mindestlaufzeit, die auch Bewertungszahl und Zuteilung beeinflusst, sondern ist nur für den Erhalt der speziellen Boni relevant. Sie wird im Vertrag bei Abschluss festgehalten.