Baukindergeld 2018: So viel Geld erhalten Familien jetzt

Ein Eigenheim bietet zahlreiche Vorteile: Viel Platz, Gestaltungsfreiheit und eine stabile und sichere Wertanlage, um nur einige zu nennen. Doch diese Vorzüge haben ihren Preis. Für viele Hauskäufer oder Bauherren ist das Eigenheim die teuerste Anschaffung ihres Lebens. Daher muss die Finanzierung genau geplant werden. Die guten Nachrichten: Der Staat greift zukünftigen Eigenheimbesitzern durch Förderungen unter die Arme. Die neueste Form der Unterstützung ist das Baukindergeld.

2018 wurde die neue staatliche Förderung im Koalitionsvertrag der Großen Koalition festgehalten. Sie soll Familien mit mittlerem Einkommen bei der Finanzierung ihrer eigenen Immobilie unterstützen. Die Zuschüsse in Höhe von 1.200 Euro werden pro Kind über zehn Jahre hinweg gezahlt. Informieren Sie sich jetzt, wie viel Baukindergeld Sie erhalten können, welche Voraussetzungen Sie erfüllen sollten und worauf Sie beim Antrag achten müssen.

Beispielrechnung: Wie viel Baukindergeld gibt es?

Ausgangssituation: Familie mit drei Kindern (alle kindergeldberechtigt), Bruttojahreseinkommen: 110.000 Euro

Pro Kind erhöht sich die Fördergrenze um 15.000 Euro auf 120.000 Euro. Das bedeutet, die Familie ist förderberechtigt und kann Baukindergeld beantragen.

Die Förderung beträgt pro Kind und Jahr 1.200 Euro: Die Familie erhält 3.600 Euro pro Jahr. Die Gesamtauszahlung beläuft sich nach 10 Jahren der Förderung 36.000 Euro, die zur Finanzierung des Eigenheimes genutzt werden können.


Was ist das Baukindergeld?

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung für junge Familien, die sich den Traum vom eigenen Zuhause erfüllen möchten. Im Koalitionsvertrag der Großen Koalition wurde die Einführung des Baukindergeldes 2018 angekündigt. Es soll junge Familien bei der Bildung von Wohneigentum unterstützen. Dabei erinnert es an eine alte, 2005 abgeschaffte Wohnungsbauförderung – die Eigenheimzulage. Aus diesem Grund wird auch häufig von der „neuen Eigenheimzulage“ gesprochen. Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung, die Sie nicht zurückzahlen müssen. Es kann rückwirkend bis Januar 2018 beantragt werden. Wer die eigene Immobilie bereits vorher gekauft oder die Baugenehmigung dafür erhalten hat, hat keinen Anspruch auf Baukindergeld.

Baukindergeld 2018: Voraussetzungen und Höhe

Wenn Sie Baukindergeld erhalten, können Sie sich über 1.200 Euro pro Kind und Jahr freuen. Diese Summe wird über zehn Jahre hinweg gezahlt. Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um die Förderung zu erhalten:

  • In Ihrem Haushalt leben kindergeldberechtigte Kinder unter 18 Jahren
  • Sie haben den Kaufvertrag oder die Baugenehmigung für Ihre Eigenheim nicht vor dem 01.01.2018 unterzeichnet bzw. erhalten
  • Ihre neue Immobilie ist Ihr einziges Eigenheim
  • Ihr neues Zuhause befindet sich in Deutschland
  • Ihr jährlich zu versteuerndes Einkommen übersteigt 75.000 Euro nicht*

* Diese Einkommensgrenze steigt um 15.000 Euro pro Kind. Familien mit einem Kind können das Baukindergeld also beantragen, wenn ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen bei höchstens 90.000 Euro liegt. Bei einer Auszahlung über die gesamten zehn Jahre können sie sich dann über 12.000 Euro freuen.

Baukindergeld: 2018 noch beantragen

Sie können das Baukindergeld ab 18. September 2018 bei der KfW beantragen. Dafür registrieren Sie sich im KfW-Zuschussportal und stellen den Antrag dort.

Achtung: Im Gegensatz zu anderen KfW-Förderungen, die in aller Regel im Vorfeld beantragt werden müssen, muss der Antrag auf Baukindergeld erst gestellt werden, nachdem Sie in Ihr Haus eingezogen sind. Halten Sie sich dabei unbedingt an die Antragsfristen. Wer die eigene Immobilie zwischen dem 01.01. und dem 17.09.2018 bezogen hat, kann das Baukindergeld zwischen dem 18.09. und dem 31.12.2018 beantragen. Beziehen Sie Ihr neues Zuhause ab dem 18.09.2018 oder später, haben Sie ab Ihrem Einzug drei Monate Zeit, den Antrag einzureichen.


Kritik am Baukindergeld

So attraktiv und positiv die neue staatliche Förderung auch klingt, nicht jeder ist von ihr begeistert. Auch kritische Stimmen wurden bereits laut. Dabei geht es vor allem um die Förderberechtigten: Skeptiker fürchten, dass sich die bezuschussten Familien auch ohne Unterstützung vom Staat ein Eigenheim leisten würden und auch finanziell dazu in der Lage wären – und deshalb „zu Unrecht“ Unterstützung erhalten. Zudem rechnen Kritiker damit, dass das Baukindergeld für noch weiter steigende Immobilienpreise in Ballungsräumen sorgt, da der Zuschuss einfach auf die Kaufpreise aufgeschlagen werden könnte.

Langfristige Eigenheimfinanzierung: Alternative Bausparvertrag

Der Kauf oder Bau eines Eigenheimes ist eine teure Angelegenheit. Besonders in Städten stellen die hohen Immobilienpreise für viele Menschen eine große Hürde da. Um die Finanzierung von selbstgenutztem Eigentum zu erleichtern, greift der Staat mit dem Baukindergeld nun vor allem Familien unter die Arme. Doch auch die großzügigste staatliche Förderung kann eine Finanzierung nur unterstützen, aber keinesfalls ersetzen. Aus diesem Grund gilt es nicht nur bei der Suche nach einer Baufinanzierung auf günstige Zinsen und eine realistische Tilgung zu achten. Auch ein gewisser Eigenkapitalanteil ist von großem Vorteil.

Wer seine Zukunft schon heute in einem Eigenheim sieht, sich aber noch einige Jahre Zeit lassen möchte, kann hier auf einen Bausparvertrag zurückgreifen. Dieser bietet nicht nur die Möglichkeit heute schon Eigenkapital für das eigene Zuhause aufzubauen, er sichert Ihnen auch die aktuell günstigen Darlehenszinsen. Das bedeutet: Selbst, wenn das Zinsniveau zum Zeitpunkt Ihrer Suche nach einer Baufinanzierung angestiegen ist, können Sie sich über ein Darlehen mit den günstigen Zinsen von heute freuen. Zudem können Sie auch beim Bausparen von staatlichen Fördermitteln profitieren, wie etwa in Form der Arbeitnehmersparzulage oder der Wohnungsbauprämie.

Angebote vergleichen

Vergleich-Icon

Bausparvertrag Vergleich »

Staatliche Bauförderung

Icon zur staatlichen Förderung

Staatliche Förderungen »

Bausparinformationen

Icon für Bausparvertrag

Bausparvertrag-Infos »