Bausparsumme: einfach optimieren oder Bausparvertrag teilen

Steht ein eigenes Zuhause auch auf Ihrer Wunschliste für die Zukunft? Wenn Sie sich diesen Traum mittel- bis langfristig erfüllen möchten, können Sie sich mit einem Bausparvertrag bereits heute einen Teil der nötigen finanziellen Mitteln sichern. Beim Abschluss eines Bausparvertrags stellt sich schnell die Frage nach der Höhe der Bausparsumme. Sie ist von entscheidender Bedeutung für den Bausparvertrag, denn sie bestimmt nicht nur, wie viel Geld Sie durch die Bausparvertrag erhalten, sondern hat auch Einfluss auf einige andere Faktoren, wie etwa die Bewertungszahl, die Zuteilung und die Spar- und Ratenbeträge.

Auch wenn Sie den Bausparvertrag teilen möchten oder aber ein größeres Darlehen benötigen, ist die Bausparsumme der wichtigste Berechnungsfaktor. Hier finden Sie alle Informationen zur Bausparsumme sowie zu den Änderungs- und Anpassungsmöglichkeiten.

Was ist die Bausparsumme?

Die Bausparsumme ist der Gesamtbetrag, den Sie von der Bausparkasse nach der Zuteilung des Bausparvertrags ausbezahlt bekommen. Sie setzt sich aus zwei Beträgen zusammen: dem Bausparguthaben und dem Bauspardarlehen. Beim Bausparguthaben handelt es sich um den Betrag, den Sie während der ersten Phase des Bausparvertrags mit Ihren regelmäßigen Beiträgen angespart haben. Das Bauspardarlehen ist der Kredit, den Sie von der Bausparkasse im Anschluss an die Ansparphase und nach Zuteilung des Bausparvertrages erhalten. Bei den meisten Tarifen setzt sich die Bausparsumme zu gleichen Teilen aus Guthaben und Darlehen zusammen. Es gibt aber auch Sondertarife die von dieser Regel abweichen.

Generell wird die Bausparsumme bei Abschluss des Vertrags festgelegt. Das bedeutet, Sie schließen den Bausparvertrag über eine individuell bestimmte Bausparsumme ab.

Höhe der Bausparsumme

Die Höhe Ihres Bausparvertrags richtet sich in erster Linie nach Ihrem Finanzierungsbedarf. Es kommt also darauf an, welches Projekt Sie realisieren möchten und für welchen Zweck Sie das Geld verwenden möchten. Sie haben noch keine konkreten Pläne? Entscheiden Sie sich einfach für einen flexiblen Tarif.

Bei der Wahl Ihres Tarifs sollten Sie außerdem darauf achten, dass es einige Varianten gibt, die erst ab einer bestimmten Höhe der Bausparsumme abgeschlossen werden können. Ebenso gibt es Tarife, die nicht über einer maximalen Bausparsumme vergeben werden. Achtung: Diese Tarifbeschränkungen sollten Sie nicht mit der Mindestbausparsumme verwechseln, die im Zusammenhang mit Bewertungszahl und Zuteilung steht.

Was wird durch die Höhe der Bausparsumme beeinflusst?

Doch nicht nur Ihre Pläne für Ihr Traumhaus spielen eine Rolle bei der Festlegung der Bausparsumme. Sie sollten darüber hinaus auch einige weitere Aspekte bedenken, auf die die Höhe Ihrer Bausparsumme Einfluss hat:

  • Monatsraten: Die regelmäßigen Raten, die Sie während der gesamten Laufzeit Ihres Bausparvertrages zahlen, richten sich direkt nach der Bausparsumme. Je nach Tarif müssen Sie in der Regel einen bestimmten Promillesatz der Bausparsumme monatlich als Sparrate zahlen. Entsprechend steigen bei höherer Bausparsumme auch die Ratenzahlungen des Darlehens.
  • Mindestsparguthaben: Auch Ihr Guthaben, das Sie ansparen müssen, um das Darlehen zu erhalten, wird prozentual zu der Bausparsumme berechnet. Das heißt, Sie müssen den im Vertrag festgelegten Prozentsatz der Bausparsumme angespart haben, dass Ihr Vertrag überhaupt zugeteilt werden kann. Meist liegt der Wert hier zwischen 25 und 50 %.
  • Abschlussgebühr: Auch die Gebühr, die Bausparkassen beim Abschluss des Bausparvertrages erheben, orientiert sich prozentual an der Bausparsumme. Je nach Anbieter variiert der fällige Prozentanteil, meist können Sie aber mit 1 % bis 1,6 % der Bausparsumme rechnen.

Bausparsumme ändern – Anpassungen während der Laufzeit

Je nachdem, ob Sie das Darlehen in Anspruch nehmen oder aber sich Ihr angespartes Guthaben nach der Zuteilung das Guthaben auszahlen lassen, variiert die Laufzeit beim Bausparvertrag. Sofern Sie den Vertrag nicht vorzeitig durch eine Kündigung beenden, bestehen die meisten Bausparverträge in aller Regel mehrere Jahre, teilweise Jahrzehnte.

Während dieser langen Zeit können sich die persönlichen Pläne ändern, wodurch eine Anpassung der Bausparsumme sinnvoll sein kann. Möchten Sie die Bausparsumme ändern, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Sie können Ihren Bausparvertrag teilen, die Bausparsumme erhöhen oder reduzieren. Ob und wie diese Änderungen möglich sind, hängt zum einen von Ihren neuen Plänen ab, die die Umstellung notwendig machen. Zum anderen spielen natürlich die Bausparbedingungen und die Vertragsdetails eine entscheidende Rolle.

Bausparvertrag teilen: Gleiche Bausparsumme zwei Verträge

Eine Form der Anpassung an veränderte Bedürfnisse ist die Bausparvertrag-Teilung. Dies kann sinnvoll sein, wenn Teile des Guthabens ausbezahlt werden sollen oder aber eine schnellere Zuteilung des Darlehens benötigt wird. Möchten Sie den Bausparvertrag teilen und auszahlen lassen, wird Ihr bestehender Vertrag bzw. die Bausparsumme in zwei (oder mehr) Verträge aufgeteilt.

Der erste Teil fließt in einen sogenannten Teilbausparvertrag. Dieser kann aufgrund der geringeren Bausparsumme schneller zugeteilt werden. Bestehendes Guthaben und die Guthabenzinsen werden auf diesen Teilbausparvertrag übertragen und tragen ebenfalls dazu bei, dass der Vertrag schneller zuteilungsreif ist.

Der zweite Teil der Bausparsumme wird auf einen neuen Bausparvertrag übertragen. Dieser zusätzliche Bausparvertrag, auch Restbausparvertrag genannt, läuft zu den bereits bestehenden Konditionen des alten Vertrags auf Ihren Namen – allerdings ohne Guthaben. Er muss vollständig neu bespart werden. Da auch der Restbausparvertrag mit einer geringeren Bausparsumme abgeschlossen wurden, ist er jedoch dennoch meist schneller zuteilungsreif. Für eine solche Bausparvertrag-Teilung fallen in der Regel keine Gebühren an. Genaueres können Sie aus den Geschäftsbedingungen Ihrer Bausparkasse entnehmen.

Teilung Bausparvertrag – So geht’s

Die Teilung von Bausparverträgen erklärt

Wenn Sie einen Bausparvertrag teilen möchten, ist das relativ einfach möglich. In der Regel genügt ein Anruf bei der Bausparkasse, bei dem Sie die Bausparvertrag-Teilung in Auftrag geben. Zusammen mit dem Bausparkassenberater können Sie festlegen, wie die Bausparsumme verteilt wird und welche Vertragsdetails gelten.

Einige Bausparkassen haben Sonderregelungen, die berücksichtigt werden müssen, wenn Sie den Bausparvertrag teilen möchten. Dazu gehört zum Beispiel, dass eine gewisse Höhe der Bausparsumme bei den Teilbausparverträgen nicht unterschritten werden darf. Diese und ähnliche Punkte erfahren Sie jedoch im Gespräch mit Ihrem Berater, sodass die Teilung des Bausparvertrags ohne viel Aufwand erfolgen kann.

Bausparsumme erhöhen

Häufig sorgen veränderte Pläne dafür, dass die bestehende Bausparsumme nicht ausreicht. Benötigen Sie ein größeres Darlehen oder möchten am Ende der Sparphase eine größere Summe ausbezahlt bekommen, können Sie die Bausparsumme erhöhen. Dies ist allerdings nicht bei allen Bauspartarifen möglich. Einige Tarife schließen die a href=“https://bausparvertrag.com/zuteilung/mehrzuteilung/“ title=“Details zur Mehrzuteilung“>Mehrzuteilung bzw. eine Erhöhung der Bausparsumme grundsätzlich aus.

Ist die Erhöhung möglich, ist sie meist – bis zur maximalen Bausparsumme Ihres Instituts – unbegrenzt. Allerdings müssen Sie auf den Erhöhungsbetrag meist erneut eine Abschlussgebühr entrichten. Doch dies sind nicht die einzigen Folgen einer Erhöhung der Bausparsumme. So ist es möglich, dass sich die Zuteilung durch die größere Bausparsumme verzögert. Außerdem sollten Sie bedenken, dass sich auch die monatlichen Zahlungen entsprechend erhöhen, wenn Sie keine Laufzeitänderung vornehmen können. Vermeiden Sie finanzielle Schwierigkeiten, indem Sie eine Erhöhung der Bausparsumme genau planen und kalkulieren.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

Bevor ein Bausparvertrag abgeschlossen wird und eine Bausparsumme festgelegt werden kann, ist es sinnvoll, genau zu verstehen, wie ein Bausparvertrag funktioniert und aufgebaut ist. Informieren Sie sich dazu im Ratgeber „Wie funktioniert ein Bausparvertrag?“.

Bausparsumme reduzieren

Ebenso wie erhöht, kann die Bausparsumme auch reduziert werden. Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie sich beispielsweise entschieden haben, den Bausparvertrag doch nicht für den Bau eines Hauses, sondern zur Renovierung Ihrer Wohnung zu nutzen. Hierbei ist der Finanzierungsaufwand meist geringer und kann zur Folge haben, dass Sie eine kleinere Bausparsumme benötigen. Außerdem können Sie den Bausparvertrag auch dazu nutzen, lediglich etwas Guthaben anzusparen oder von der Arbeitnehmersparzulage zu profitieren. Achtung: Prämien wie die Wohnungsbauprämie sind an die wohnwirtschaftliche Verwendung des Darlehens gebunden. Das bedeutet, Sie können Ihren Vertrag nicht beliebig nutzen, wenn Sie auf die Prämie nicht verzichten wollen.

Bedenken Sie auch, dass die bereits gezahlten Abschlussgebühren, die sich prozentual an der Bausparsumme orientieren, bei einer Reduzierung der Bausparsumme nicht erstattet werden. Es fallen allerdings auch keine neuen Gebühren an. Spar- und Ratenbeiträge werden an die neue Summe angepasst. In vielen Fällen können Sie sich außerdem über eine schnellere Zuteilung freuen, da die entsprechende Mindestbausparsumme schneller erreicht wird.

Bausparsumme erreicht: Bausparvertrag voll bespart

Sind Sie glücklicher Besitzer eines mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte alten Bausparvertrages und nutzen diesen als renditestarke Sparanlage, kommt früher und später unweigerlich der Punkt, an dem Sie die Bausparsumme erreicht haben. Das bedeutet, Sie haben die gesamte Bausparsumme angespart – ohne das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsen, ist es nur logisch, wenn Sie den Vertrag weiter laufen lassen möchten. Auch wenn die Bausparsumme erreicht und Ihr Bausparvertrag zuteilungsreif ist. Grundsätzlich ist dies möglich.

Dennoch müssen Sie damit rechnen, eines Tages eine Kündigung des Bausparvertrages durch die Bausparkasse im Briefkasten zu finden. Ob diese Kündigung rechtens ist, hängt vor allem davon ab, wie lange Ihr Vertrag bereits die Zuteilungsreife erreicht hat. Ist er voll bespart und seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif, müssen Sie die Kündigung hinnehmen und sich nach alternativen Geldanlagen umsehen.

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