Eigenheimzulage: Das Comeback der staatlichen Förderung

Viele Deutsche wünschen sich ein Eigenheim. Umso schöner, wenn der Staat den oft teuren Traum mit Finanzspritzen unterstützt. Im Laufe der Jahre konnten Bauherren und Hauskäufer von verschiedenen staatlichen Subventionen profitieren: Eine der größten war die Eigenheimzulage, die Bürger zwischen 1995 und 2005 beim Erwerb von selbstgenutztem Wohnungseigentum unterstützen sollte. Mit dem 1. Januar 2006 wurde sie jedoch für neue Kauf- und Bauvorhaben abgeschafft.

Knappe 13 Jahre später erlebt die Eigenheimzulage ein Comeback. Die Regierung führt eine neue Förderung ein, die auch „neue Eigenheimzulage“ genannt wird – allerdings unter dem Namen Baukindergeld.

Neue Eigenheimzulage: Das Baukindergeld auf einen Blick

Wie hoch ist es? 1.200 € pro Kind und Jahr, über 10 Jahre hinweg: 12.000 € pro Kind
Wer erhält es Familien,

  • deren kindergeldberechtigte Kinder unter 18 Jahre sind und im Haushalt leben
  • die ihr Eigenheim nicht vor 2018 gekauft oder gebaut haben
  • deren jährlich zu versteuerndes Einkommen 75.000 Euro nicht übersteigt*

Mehr Details

* erhöht sich pro Kind um 15.000 €

Wie kann es beantragt werden? Antrag seit dem 18.09.2018 bei der KfW

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Eigenheimzulage 2018: Rückkehr als Baukindergeld

Wer zwischen 1995 und 2005 ein Eigenheim kaufte oder baute, konnte die sogenannte Eigenheimzulage beantragen. Auf diese Weise wollte der Staat Familien beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen, indem die Anschaffung einer Immobilie bezahlbarer gemacht wurde. Seit der Abschaffung ab Januar 2006 wird die Förderung nicht mehr vergeben. Das bedeutet, dass jeder Bauherr und jeder Hauskäufer, der nach dem 31.12.2005 mit dem Bau begann bzw. seinen Kaufvertrag abschloss, auf die Förderung verzichten musste. Lediglich bereits laufende Förderungen wurden weiterhin gezahlt.

Extra-Geld fürs Haus in Bayern

Sie leben in Bayern? Dann können Sie sich freuen: Denn das Bundesland vergibt eine bayerische Eigenheimzulage und unterstützt seine Bürger so bei der Bildung von Wohneigentum. Sofern Sie alle Voraussetzungen erfüllen, können Sie einen einmaligen Zuschuss von 10.000 Euro erhalten.

Warum wurde die Eigenheimzulage abgeschafft?

Die Abschaffung der Eigenheimzulage begründeten die Verantwortlichen damit, dass das Förderziel – eine Verbesserung der Wohnungssituation in Deutschland – erreicht sei. Dies in Verbindung mit der Tatsache, dass die Eigenheimzulage bis dahin die teuerste steuerliche Einzelsubvention im gesamten Bundeshaushalt war, führte dazu, dass die Eigenheimzulage nicht länger gewährt wurde.

Wie viel Geld erhalte ich, wenn die Eigenheimzulage zurückkommt?

Kinderzahl

Förderhöhe
1
90.000 €
12.000 €
2
105.000 €
24.000 €
3
120.000 €
36.000 €
4
135.000 €
48.000 €


Über ein Jahrzehnt später scheint sich die Meinung zu der staatlichen Förderung für zukünftige Immobilienbesitzer geändert zu haben: Die Eigenheimzulage kommt wieder, mit dem Unterschied, dass sie dieses Mal Baukindergeld genannt wird. Seit dem 18.09.2018 können sich Hauskäufer bzw. Bauherren und ihre Familien über eine Förderung in Höhe von 1.200 Euro pro Kind und Jahr freuen. Sie soll über zehn Jahre hinweg gezahlt werden – das macht insgesamt 12.000 Euro je Kind. Sie können die neue Eigenheimzulage beantragen, wenn das jährliche, zu versteuernde Einkommen Ihrer Familie 75.000 Euro nicht übersteigt. Pro Kind steigen die 75.000 Euro um jeweils 15.000 Euro an.

Mit Bausparvertrag und staatlicher Förderung zum Traumhaus

Nachwuchs optimal absichern

Für die Kinder soll es nur das Beste sein. Daher ist es vielen Eltern wichtig, den Nachwuchs auch finanziell frühzeitig abzusichern. Ein Bausparvertrag für Kinder bietet nicht nur die Möglichkeit, regelmäßig einen bestimmten Betrag zurückzulegen. Er kann dem Nachwuchs auch die aktuell günstigen Darlehenszinsen für ein eigenes Zuhause in der Zukunft sichern.

Um sich über staatliche Fördergelder für den Eigenheimerwerb freuen zu können, müssen Sie (noch) kein Bauherr oder Hauskäufer sein. Auch wenn das eigene Zuhause erst in späterer Zukunft ein Thema werden soll, können Sie sich bereits heute beim Aufbau von Eigenkapital für einen späteren Kauf oder Bau unterstützen lassen. Wie? Ganz einfach, indem Sie einen Bausparvertrag abschließen.

Der Bausparvertrag hilft Ihnen, Eigenkapital für Ihr zukünftiges Zuhause aufzubauen und gibt Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, sich die aktuell günstigen Bauzinsen zu sichern. So können Sie sich auch in einigen Jahren über geringe Darlehenszinsen freuen – auch wenn das Zinsniveau bis dahin ansteigt. Darüber hinaus können Sie schon während der Laufzeit von staatlicher Unterstützung profitieren, sofern Sie alle Voraussetzungen erfüllen.

Bausparen mit staatlicher Förderung

Beim Bausparen gibt es verschiedene Arten der staatlichen Förderung. Ob und welche Förderung Sie erhalten können, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Wohnungsbauprämie: Ledige Bausparer, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 25.600 Euro (bei Ehepaaren 51.200 Euro) liegt, können die Wohnungsbauprämie erhalten. Dabei müssen Sie jährlich mindestens 50 Euro in Ihren Bausparvertrag einzahlen. Maximal werden 512 Euro im Jahr gefördert. So können Sie bis zu 45,06 Euro (bei Ehepaaren 90,11 Euro) erhalten.
  • Vermögenswirksame Leistungen (VL): Dabei handelt es sich nicht direkt um staatliche Fördergelder, sondern um freiwillige Zahlungen Ihres Arbeitgebers, der Sie so beim Vermögensaufbau unterstützen kann. Meist können Sie sich monatlich maximal über 40 Euro freuen. Die VL sind eine Voraussetzung für die Arbeitnehmersparzulage.
  • Arbeitnehmersparzulage: Erhalten Sie VL von Ihrem Arbeitgeber, können Sie eine zusätzliche Unterstützung vom Staat erhalten – allerdings nur, wenn Ihr maximal zu versteuerndes Einkommen jährlich 17.900 Euro (bei Ehepaaren 35.800 Euro) nicht überschreitet. Die maximale Förderung liegt hier bei 43 Euro (bei Ehepaaren 86 Euro).

Mit Unterstützung vom Staat zum Wohneigentum

Den Traum vom eigenen Zuhause teilen sich viele Deutsche – schließlich bedeutet ein Eigenheim nicht nur (Gestaltungs-) Freiheit und Platz, sondern gilt auch als stabile Wertanlage und trägt so zur Altersvorsorge bei. Das weiß auch der Staat und unterstützt den Erwerb von Wohneigentum auf vielerlei Arten. Bis zu ihrer Abschaffung Ende 2005 gehörte dazu auch die Eigenheimzulage. Mit dem neuen Koalitionsvertrag von 2018 sieht es so aus, als würde die staatliche Förderung in Form des Baukindergeldes zurückkommen.

Bis dahin haben Hauskäufer oder Bauherren andere Möglichkeiten, die Finanzierung ihres Zuhauses mit Unterstützung des Staates zu bestreiten. Möchten Sie die eigene Immobilie direkt bauen oder kaufen und legen Wert auf Energieeffizienz, können Sie die Finanzierung beispielsweise über die KfW-Bank laufen lassen. Diese bietet attraktive Förderungen für Effizienzhäuser. Sie haben es nicht ganz so eilig? Profitieren Sie trotzdem bereits heute von staatlichen Geldern. Mit einem Bausparvertrag können Sie sich verschiedene Förderungen sichern, nebenbei bereits Eigenkapital ansparen und dem Projekt Traumhaus ganz entspannt entgegen sehen.

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