Regelsparbeitrag Bausparvertrag

Viele Menschen möchten sich den Wunsch vom Eigenheim erfüllen und nutzen dazu die Hilfe der Bausparkassen, indem sie einen Bausparvertrag abschließen. In diesem Kombinationsprodukt aus Anlegen und Kreditaufnahme wird während der Sparphase Vermögen auf einem Anlagekonto angespart bis der Bausparvertrag zuteilungsreif wird und das gewünschte Bauspardarlehen ausgezahlt werden kann. Um die Zuteilung des Darlehens nach einer angemessenen Spardauer zu erreichen, sollten Bausparer jeden Monat mindestens den Regelsparbeitrag auf das Anlagekonto einzahlen.

So ambitioniert sparen die Deutschen

Mit Hilfe dieser Grafik wird eine Statistik der Banc of Scotland dargestellt, die sich mit der Frage beschäftigte wie viel Geld Deutsche pro Monat sparen. Im Jahr 2016 hat sich gezeigt, dass etwa 15 Prozent der Befragten weniger als 50 Euro im Monat weglegen. Im Gegensatz hierzu waren es 2015 aber nur rund 10 Prozent. Insgesamt wurden für diese Erhebung 1.794 Personen befragt.

Das bewirkt der Regelsparbeitrag: Bausparvertrag gleichmäßig besparen

Wer einen Bausparvertrag abschließt, legt in der Regel im Rahmen der vertraglichen Verhandlungen eine Bausparsumme fest. Das ist der Betrag, der dem Bausparer nach der Auszahlung seines Guthabens auf dem Anlagekonto zusammen mit dem Darlehen von Seiten der Bausparkasse zur Verfügung steht. Zur Erreichung der Ansparsumme empfehlen Bausparkassen einen Regelsparbeitrag. Bausparen kann grundsätzlich auch als reine Anlageform genutzt werden. Gerade alte Bausparverträge beinhalten häufig besonders attraktive Sparzinsen. Wer aber das Darlehen nutzen und sich den Traum der eigenen Immobilie erfüllen möchte, sollte die monatliche Sparrate mindestens in der Höhe des empfohlenen Regelsparbeitrags ansetzen.

Bausparvertrag: Regelsparbeitrag und seine Höhe

Je höher die Bausparsumme festgesetzt wird, desto höher ist üblicherweise auch der Regelsparbeitrag. Bausparvertrag und monatliche Rate können zur Belastung werden, wenn Bausparer ihr Ziel zu ehrgeizig verfolgen. Schließlich macht die empfohlene Sparrate der Bausparkasse in der Regel zwischen drei und zehn Promille der Bausparsumme aus. Im Allgemeinen bietet der Regelsparbeitrag dem Kunden schon bei Vertragsabschluss Orientierung darüber, ob die angestrebte Bausparsumme realistisch ist.

Bausparen: Regelsparbeitrag Rechenbeispiel

Da sich der Regelsparbeitrag aus einem Anteil der Bausparsumme berechnet, können Kunden zur Orientierung vorab berechnen wie hoch die Summe des Regelsparbeitrages in etwa ausfällt.

Mit einer Bausparsumme von 100.000 €:

100.000 € / 1000 = 100 €

1 Promill = 100 €

Regelsparbetrag mit 3 Promill = 300 €

Regelsparbetrag mit 4 Promill = 400 €

Mit einer Bausparsumme von 100.000 Euro würde der Regelsparbeitrag entweder 300 Euro oder 400 Euro ausmachen. Gänzlich korrekt ist dieses Ergebnis in der Praxis aber in der Regel nicht, da Bauparkassen den Regelsparbeitrag mit einer internen Formel berechnen. Außerdem müssen Bausparer meist mit einer Abschlussgebühr rechnen. Die Höhe dieser ist aber von den Konditionen des Anbieters abhängig und kann nicht pauschal berechnet werden.

Bausparvertrag: Regelsparbeitrag und Bausparsumme

Höhere Einzahlungen auf das Anlagekonto des Bausparvertrages zu tätigen ist grundsätzlich problemfrei möglich und beschleunigt üblicherweise die Zuteilungsreife und somit das Bausparen. Regelsparbeitrag und seine Höhe bieten die Möglichkeit zur Einschätzung der Laufzeit, müssen aber nicht eingehalten werden. Daher sind auch Sondereinzahlungen mit höheren bis hohen Summen denkbar, um die Sparphase zu verkürzen. Mögliche Beschränkungen hierzu müssen gewöhnlich in den vertraglichen Bestimmungen des Bausparvertrages vermerkt worden sein.

In der Regel wird vertraglich festgehalten wie hoch die Summe sein muss die der Bausparer auf seinem Anlagekonto ansparen muss, um die Zuteilungsreife zu erreichen. Dieser Betrag wird üblicherweise als Mindestsparsumme bezeichnet und macht häufig 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme aus. Um die Zuteilung zu beschleunigen, besteht folglich die Möglichkeit die Höhe der Bausparsumme herabzusetzen – das verringert auch den Regelsparbeitrag. Bausparvertrag und Anlagekonto können mit der bisherigen Monatsrate bespart werden, dennoch beschleunigt sich die Zuteilung. Grundsätzlich gilt: Je höher die monatliche Sparrate, desto schneller erreichen Bausparer meist die Zuteilungsreife.