Rendite: Bausparen und Vermögen aufbauen

Auch während der derzeitigen Niedrigzinsphase möchten viele Menschen für die Zukunft vorsorgen und suchen nach einer geeigneten Geldanlage. Doch Bankenpleiten, starke Schwankungen der Börse und Wirtschaftskrisen schwächen das Vertrauen der Menschen in Geldanlagen wie Aktienfonds oder ähnliche Investitionen an der Börse. Bausparen hingegen gilt als besonders solide und sichere Anlageform und bietet Kunden viele weitere Vorteile, wie die Möglichkeit ein Bauspardarlehen zu beanspruchen. Lohnt sich also ein Bausparvertrag? Ertrag und Sparzinsen werden schließlich auch hier vom aktuellen Zinsniveau beeinflusst.

Rendite: Bausparvertrag und seine Vorteile

Vergleich 2017: Die besten Verträge je nach Sparziel


Grundsätzlich besteht ein Bausparvertrag aus drei Phasen: Der Ansparphase sowie der Zuteilungs- und der Darlehensphase. Wer einen Bausparvertrag abschließt ist allerdings nicht dazu verpflichtet alle drei Phasen in Anspruch zu nehmen. Kunden können folglich zunächst Geld auf ihr Anlagekonto einzahlen und erst wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif ist entscheiden, ob sie ein Bauspardarlehen beantragen möchten oder nicht. Bei Verträgen, die sich auf den Aspekt des Sparens spezialisiert haben, erhalten Kunden häufig eine Extrazahlung, wenn sie auf das Baudarlehen verzichten. In der Regel in Form eines rückwirkend geltenden Zinsaufschlages oder eines Zinsbonus.

Ist der Bausparvertrag zuteilungsreif, liegt es beim Kunden ob er weiter in den Bausparvertrag investieren möchte oder sich das angesparte Guthaben lieber auszahlen lässt. Wer weiter investiert, hält sich zum einen die Möglichkeit offen mit Hilfe des Bausparvertrages ein Eigenheim zu finanzieren und kann zum anderen weiter vom bei Vertragsabschluss geltenden Guthabenzins profitieren. Wird sich dazu entschieden den Vertrag aufzulösen und sich den angesparten Betrag auszahlen zu lassen, können Kunden außerdem frei über den Verwendungszweck verfügen – ein weiterer Vorteil! So kann mit dem Guthaben auch ein persönlicher Wunsch wie der Kauf eines Autos oder aber eine Reise finanziert werden.

Darauf gilt es zu achten

Prinzipiell gibt es durchaus Bausparkassen die sich gerade auf den Aspekt des Sparens spezialisiert haben und einen geeigneten Bauspartarif mit einem höheren Guthabenzins anbieten als ihre Konkurrenz. Möchte man mit einem Bausparvertrag Rendite erwirtschaften, kann sich der Abschluss eines solchen Vertrages lohnen. Dennoch gibt es auch hier einige Punkte, die Interessenten berücksichtigen sollten.

Genau auf geltende Bestimmungen achten

Möchten Kunden sichergehen, dass sie mit dem Rendite-Bausparen Erfolg haben, sollten sie dringend alle bestehenden Regeln einhalten. Nur dann ist gewährleistet, dass sie am Ende der Laufzeit auch einen Zinsbonus erhalten können. Bei einigen Bausparkassen verlieren Kunden schon das Recht auf einen Zinsbonus, wenn sie eine der Bausparraten zu spät bezahlt haben. Manchmal muss dieser Bonus auch einzeln beantragt werden. Diese Information finden Bausparer in der Regel aber in den Verordnungen ihres Vertrages.

Abschlussgebühr und andere Kosten bedenken

Ein Bausparvertrag ist ein Anlageprodukt das meist über viele Jahre hinweg genutzt wird, daher fallen hier auch einige Kosten an. So müssen Kunden nach Vertragsabschluss meist eine sogenannte Abschlussgebühr bezahlen. Diese ist ein gängiger Kostenpunkt beim Bausparen und wird üblicherweise von jeder Bausparkasse erhoben. Meist beträgt sie 1 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme. Manche Kassen erheben auch Kontoführungsgebühren von etwa zehn Euro pro Jahr. Je mehr Kosten innerhalb eines Bausparvertrages fällig werden, desto weniger Rendite erhält der Bausparer am Ende. Unter Umständen lohnen sich also nicht mal die erhaltenen Bonuszinsen. Hier liegt es am Kunden: Wer vergleicht, kann sich diesen Kostenpunkt leicht sparen. Denn ebenso viele Bausparkassen bieten auch Verträge ohne Führungsgebühren an.

Kein Anspruch auf staatliche Förderung

Der Staat fördert die Schaffung von privatem Wohneigentum – daher wird ein Bausparvertrag grundsätzlich gefördert. Wer den Bausparvertrag rendite-orientiert benutzt, hat auf viele staatliche Förderungen keinen Anspruch, da diese an einen wohnwirtschaftlichen Zweck gebunden sind. So kann auch die Wohnungsbauprämie nur beantragt werden, wenn der Bausparer mit seinem Vertrag letztlich den Kauf oder Bau einer Immobilie anstrebt. Denn Bedingung für ihren Erhalt ist unter anderem eine wohnwirtschaftliche Verwendung.

Mögliche Alternative: Ein Fest- oder Tagesgeldkonto

Wer mit einem Bausparvertrag Rendite erwirtschaften möchte, ist damit grundsätzlich gut beraten, wenn er sich auch vorstellen kann später eventuell die Darlehensoption zu nutzen. Wer an einem wohnwirtschaftlichen Verwendungszweck grundsätzlich so gar kein Interesse hat, kann sich auch überlegen eine andere Geldanlage zu nutzen. So kann auch in ein Fest- oder Tagesgeldkonto investiert werden.

Wer eine bestimmte Summe anlegen möchte und auf diese in absehbarer Zeit nicht zugreifen muss, kann sie gut auf einem Festgeldkonto anlegen. Je länger der Kunde auf das Anlagevermögen verzichten kann, desto höher sind hier meist die angebotenen Zinsen. Vergleiche verschiedener Anbieter lohnen sich hier quasi immer. Ebenso kann auch das Tagesgeld eine geeignete Alternative darstellen. Diese Anlageform verbindet den Wunsch nach Sicherheit und Flexibilität. Kunden können jederzeit auf ihr angelegtes Vermögen zugreifen und erhalten dennoch Zinsvergütungen.