Riester Bausparen: Maximale Förderung durch Wohn-Riester sichern

Das Riester Bausparen ist eine von mehreren möglichen staatlichen Bausparförderungen. Der deutsche Staat fördert den Immobilienerwerb über Bausparverträge gezielt, da ein Eigenheim als wichtigstes Element für die private Altersvorsorge gilt. Insbesondere die Kombination von Wohnriester und weiteren Förderungen macht Bausparverträge auch 2017 zu einer attraktiven und soliden Anlageform.

Riester-Förderung für den Bausparvertrag: Wohn-Riester

Maximale Wohn-Riester-Zulage berechnen

Familienstand:

Ihr Alter:

Kinder, die vor 2008 geboren wurden:

Kinder, die ab 2008 geboren wurden:

Ihre maximale Zulage:

354,00 €

Der Staat fördert die private Altersvorsorge. Seit 2008 zahlt er Zulagen auch an Bausparverträge aus, die genutzt werden um sich eine Immobilie fürs Alter zu finanzieren. Wer Wohn-Riester beantragt, erhält außerdem jährliche Steuervergünstigungen. Während bei anderen Riester-Modellen, wie der privaten Rentenversicherung oder einem Fondssparplan, über eine lange Zeit hinweg Kapital angelegt und im Rentenalter ausgezahlt wird, werden die Zulagen bei einem Riester-Bausparvertrag zunächst für die Spar- und anschließend für die Darlehensphase verwendet. Das macht Wohn-Riestern für Bausparer besonders attraktiv, da sie so direkt von der Riester-Förderung profitieren.

Bedingungen für einen Riester-Bausparvertrag

In der Regel ist Wohn-Riester für Menschen besonders interessant, die bereits fest planen, an welchem Ort sie ihr Leben verbringen möchten. Denn Voraussetzung für den Erhalt der Riester-Förderung ist zum einen, dass das finanzierte Wohneigentum selbst genutzt wird und zum anderen, dass die betreffenden Personen ihre Immobilie im Alter selbst bewohnt. Der Grund hierfür ist der Gedanke, der hinter einem Riester-Bausparvertrag steht: Seit 2008 schließt das sogenannte Eigenheimrentengesetz selbstgenutzte Immobilien in die staatlich geförderte Altersvorsorge mit ein. Damit soll erreicht werden, dass Menschen im Alter mietfreier Wohnraum zur Verfügung steht. Wer keine Miete im Alter bezahlten muss, kann die eigenen finanziellen Mittel schließlich für andere notwendige Posten aufwenden.

Bild zeigt ein älteres, glückliches Eheepar.Während im Rahmen einer Baufinanzierung ausschließlich die Tilgung bezuschusst wird, erhalten Bausparer die attraktiven Zulagen auch auf die Sparphase. Da sie so besonders lange profitieren, kann sich der Erhalt von Wohn-Riester für sie besonders lohnen. Im Rahmen von Riestern-Bausparen kann es außerdem Sinn machen, auf die Zeit zu achten, schließlich zählt zu den Bedingungen der Riester-Förderung, dass die betreffende Person die Steuern für die erhaltenen staatlichen Zulagen bis zum Beginn des 68. Lebensjahres zurückzahlt. Des Weiteren muss der Förderberechtigte in der Regel mindestens vier Prozent seines Brutto-Jahreseinkommens während der Ansparphase anlegen und ebenso für die Tilgung des Darlehens aufwenden. Förderberechtigt sind zudem nur Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, da sie dort pflichtversichert sind.

Bausparvertrag: Riester Zulagen und ihre Höhe

Regulär erhalten förderberechtige Personen 154 Euro Grundzulage pro Jahr. Da die Förderung üblicherweise an jede Person eines Haushalts ausgezahlt wird, kann sich Riestern-Bausparen besonders für Familien lohnen. Aktuell erhalten Kinder, die vor dem ersten Januar 2008 geboren wurden 185 Euro Förderung, Kinder die später zur Welt kamen sogar ganze 300 Euro. Des Weiteren können Aufwendungen für den Riester-Bausparvertrag bis zu einer Höhe von 2.100 Euro von der Steuer abgesetzt werden – allerdings inklusive der staatlichen Zulagen.

Rechenbeispiel Familie: Bausparvertrag Riester

  • Ehepartnerin: 154 Euro
  • Ehepartner: 154 Euro
  • Kind vor 2008 geboren: 185 Euro
  • Kind ab 2008 geboren: 300 Euro
  • Kind ab 2008 geboren: 300 Euro
  • Riester-Förderung insgesamt: 1.093 Euro

Neben den Zulagen erhält ein Bausparvertrag Riester-Steuervorteile. Ein Haushalt kann somit 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Da unter diesen Betrag aber auch die staatlichen Fördergelder fallen, muss der Betrag der Riester-Förderung von den 2.100 Euro Steuervergünstigung abgezogen werden:

2.100 Euro – 1.093 Euro = 1.007 Euro

Die Familie aus dem Rechenbeispiel kann folglich 1.007 Euro steuerlich absetzen.

Welche Personen können mit Bausparen Riestern?

Möchte man Wohn-Riester erhalten, muss man in der Regel in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sein und die mit Hilfe von Wohn-Riester finanzierte Immobilie selbst bewohnen. Grundsätzlich ausgeschlossen von einer Riester-Förderung werden Selbstständige sowie Berufsgruppen, die über ihr berufsständisches Versorgungswerk Altersvorsorge leisten, wie beispielsweise Ärzte oder Rechtsanwälte. Förderberechtigt sind somit üblicherweise folgende Personen:

  • Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Angestellte im öffentlichen Dienst
  • Beamte
  • Landwirte

Ausgeschlossene Personen haben in der Regel nur dann die Möglichkeit auch von Wohn-Riester zu profitieren, wenn ihr Ehepartner einen Riester-Bausparvertrag abgeschlossen hat und die Riester-Förderung erhält.

Bausparvertrag: Riester Nachteile

Bausparer können von den Förderungen ihm Rahmen von Wohn-Riester viele Jahre profitieren, dennoch bringt das Wohn-Riester Modell auch einige, nicht unwichtige, Nachteile mit sich. Wer die Riester-Förderung beansprucht, sollte darauf achten sein Darlehen bis zum Beginn des 68. Lebensjahres vollständig getilgt zu haben. Wer das nicht schafft, kommt in die unerfreuliche Situation die Zulagen sowie Steuervergünstigungen an den Staat zurückerstatten zu müssen. Aufgrund dieser Tatsache, ist ein Riester-Bausparvertrag in der Regel nicht für jeden passend. Denn je älter die betreffende Person zu Beginn ihres Bausparvertrages ist, desto unwahrscheinlicher wird meist die Möglichkeit der rechtzeitigen Rückzahlung.

Ein Vergleich: Bausparvertrag – Riesterrente

Bild zeigt ein älteres Ehepaar, das an einem Baum sitzt.

Wer sein Darlehen bis zum 68. Lebensjahr tilgt, muss im Rentenalter die erhaltenen Steuervergünstigungen an den Fiskus zurückerstatten. Zwar unterstützt Wohn-Riester den Bausparvertrag, Riester-Rente erhält die betreffende Person im Alter aber nicht. Wer in der Rentenzeit aktive Leistungen ausgezahlt bekommen möchte, muss in der Regel eine Wahl treffen: Entweder Wohn-Riester oder Riesterrente. Bausparvertrag und Wohn-Riester unterstützen ausschließlich das mietfreie Wohnen im Alter – hier erhält die betreffende Person die Zulagen direkt auf den Bausparvertrag. Im Rahmen der Riesterrente wird während der berufstätigen Lebenszeit ein bestimmter Betrag monatlich angespart, der vom Staat bezuschusst wird. Im Rentenalter wird die daraus resultierende Summe an den Sparer als sogenannte Riesterrente ausgezahlt.

Weitere Fördermöglichkeiten

Der Staat fördert Bausparen nicht nur hinsichtlich der privaten Altersvorsorge. Das Bauspar-Prinzip wird grundsätzlich bezuschusst. Man kann also zusätzlich zu Wohn-Riester auch vermögenswirksame Leistungen, die Arbeitnehmersparzulage oder die Wohnungsbauprämie erhalten.

Arbeitnehmersparzulage

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Angestellten sogenannte vermögenswirksame Leistungen. Wer diese direkt in den eigenen Bausparvertrag einzahlt, kann vom Staat zusätzlich hierzu die Arbeitnehmersparzulage erhalten. Diese kann in der Regel maximal 470 Euro pro Person und Jahr hoch sein.

Wohnungsbauprämie

Jeder, der einen Bausparvertrag abgeschlossen hat sowie volljährig und unbeschränkt steuerpflichtig ist, kann die Wohnungsbauprämie beantragen. Dazu muss er in der Regel nur bei der jeweiligen Bausparkasse anfragen. Viele Bausparkassen schicken einmal pro Jahr ein Anschreiben an ihre Kunden, da die Wohnungsbauprämie jährlich ausgezahlt werden kann. Im Allgemeinen ist sie auf einen wohnwirtschaftlichen Zweck begrenzt, junge Anleger von bis zu 25 Jahren aber können über die erhaltene Summe ein einziges Mal frei verfügen. Sie also beispielsweise in eine Reise oder den Kauf eines Autos investieren.