Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die den privaten Wohnungsbau subventioniert. Unterstützt wird das Bausparen, das in erster Linie zur Immobilienfinanzierung dient.

Sie ist eine von drei staatlichen Förderungen, die mit einem Bausparvertrag möglich ist und ist wohl die bekannteste Bausparprämie. Jeder Bürger der das 16. Lebensjahr vollendet hat und unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, hat einen Anspruch auf Wohnungsbauprämie und kann vom Staat Geld und so eine Wohnungsbau-Förderung erhalten.

Wohnungsbauprämie berechnen:

Familienstand:

Zu versteuerndes Jahreseinkommen:

Monatliche Sparsumme:

   €

Ihre Wohnungsbauprämie:

26,40 €

Wer eine Wohnungsbauprämie erhalten will, muss zunächst einen Bausparvertrag abschließen. Laufzeit und Höhe sind dabei grundsätzlich irrelevant. Wichtig ist allerdings, dass innerhalb eines Jahres mindestens 50 Euro in den Bausparvertrag eingezahlt werden. Natürlich sind aber auch höhere Einzahlungen möglich, müssen aber bis zum Ende des Jahres geleistet werden. Zu diesen relevanten Einzahlungen zählen auch die anfallenden Zinsen, die jeweils am 31.12. gutgeschrieben werden.

Des Weiteren darf das Einkommen des Bausparers ein festgelegtes Maximum nicht übersteigen, da vor allem einkommensschwache Bürger mit dieser Prämie unterstützt werden sollen. Die Wohnungsbauprämie Einkommensgrenze gilt nur für das zu versteuernde Einkommen, das Bruttoeinkommen darf also durchaus höher liegen. Singles dürfen einen Wert von 25.600 Euro nicht übersteigen, gemeinsam veranlagte Ehepartner entsprechend 51.600 Euro. Sollten Sie diese Grenze überschreiten, haben Sie keinen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie.

Wohnungsbauprämie: So viel Zuschuss gibts vom Staat für Sie

Die Tabelle zeigt in der Übersicht welche Voraussetzungen Sie für den Erhalt der Wohnungsbauprämie erfüllen müssen und welchen Betrag Sie maximal pro Jahr erhalten können. Die genauen Details zu Höhe, Abwicklung, Beschränkungen und Möglichkeiten folgen im Anschluss.

Förderfähige Verträge im Bausparvergleich »

Berechnung der Höhe der Wohnungsbauprämie

Der Bausparer zahlt während des Guthabenaufbaus regelmäßig auf das Bausparkonto ein. Die Wohnungsbauprämie richtet sich nach diesem eingezahlten Betrag. Pro Kalenderjahr werden 8,8 % dieser Sparbeiträge als Wohnungsbauprämie vom Staat an den Bausparer gezahlt. Allerdings werden die Sparleistungen nur bis zu einem festgesetztem Höchstbetrag gefördert.

Der förderfähige Maximalbetrag liegt derzeit bei 512 Euro pro Person (Ehepaare entsprechend 1024 Euro). Daraus ergibt sich eine maximale Wohnungsbauprämie von 45,06 Euro für Alleinstehende und 90,11 Euro für Ehepartner. Selbstverständlich kann jährlich auch eine größere Summe in den Bausparvertrag eingezahlt werden, dieser wird dann aber nicht mehr zusätzlich durch den Staat mit der Wohnungsbauprämie gefördert.

Wie wird die Wohnungsbauprämie beantragt?

Vergleich 2018: Verträge mit maximaler Förderungschance

Das Verfahren für den Erhalt der Wohnungsbauprämie ist denkbar einfach, da alles direkt mit der betreffenden Bausparkasse, geregelt wird. Jedes Jahr erhält der Kunde automatisch einen Antrag auf Wohnungsbauprämie mit dem Kontoauszug des Bausparvertrages. Dieser muss nur noch ausgefüllt werden und dann unterschrieben an die Bausparkasse zurückgeschickt werden. Mit seiner Unterschrift versichert der Bausparer, dass er die Einkommensgrenze nicht überschreitet und berechtigt ist, die Bausparprämie zu erhalten.

Die Wohnungsbauprämie wird anschließend von der Bausparkasse berechnet und nach Ablauf einer Sperrfrist von sieben Jahren auf dem Bausparvertrag gutgeschrieben. Sofern der Anleger mehrere Bausparverträge besitzt, kann er die Wohnungsbauprämie auch aufteilen. Auf dem Antrag auf Wohnungsbauprämie ist in diesem Fall aber zu vermerken, ob und in welcher Höhe bei einer anderen Bausparkasse bereits Prämien beantragt wurden.

Sperrfrist beachten

Bevor über das Guthaben des Bausparvertrags verfügt werden kann, muss bei Bausparverträgen die vor 2009 abgeschlossen wurden, eine Sperrfrist von sieben Jahren eingehalten werden. Wird diese Frist nicht eingehalten, gibt es auch keine Wohnungsbauprämie und bereits erstattete Prämien müssen zurückgezahlt werden. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Prämie bleibt erhalten, wenn die Kündigung unter folgenden Aspekten erfolgt:

  • die ausgezahlten Beträge unverzüglich für einen Wohnungsbau verwendet werden
  • der Bausparer (oder sein Ehepartner) verstorben ist
  • der Bausparer (oder sein Ehepartner) arbeitsunfähig geworden ist
  • der Bausparer (oder sein Ehepartner) nach Vertragsschluss arbeitslos geworden ist und die Arbeitslosigkeit bereits länger als ein Jahr anhält

Gut zu wissen

Wohnwirtschaftliche Verwendung

Familie hat Spaß in ihrem eigenen Garten

Grundsätzlich sind Bauspardarlehen seit 2009 an eine sogenannte wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden, dies gilt auch für einige Bausparprämien. Das heißt, wer seine Wohnungsbauprämien nicht verlieren bzw. zurückzahlen will, darf das Geld nicht für andere Zwecke verwenden. Unter die wohnwirtschafltiche Verwendung fallen zum Beispiel Hausbau, Wohnungskauf, Renovierung oder Modernisierung.

Prämie rückwirkend beantragen

Der Zeitraum in dem Sie die Wohnungsbauprämie beantragen können, beträgt zwei Jahre rückwirkend. Das bedeutet, dass Sie sich für die Sparrate auch für bis zu zwei bereits zurückliegende Jahre im Nachhinein noch die Bausparprämie sichern können. Also z.B. bis zum 31.12.2015 noch die Prämien für die Jahre 2013 und 2014. Den Antrag hierzu erhalten Sie bei Ihrer Bausparkasse.

Vergleichen lohnt sich

Auch wenn die Höhe und die Berechtigung für die Wohnungsbauprämie staatliche reguliert wird und für alle in Deutschland abgeschlossenen Bausparverträge gilt, ist es dennoch nicht egal, wo Sie Ihren Bausparvertrag abschließen. Was Laufzeiten, Verzinsung und andere Konditionen angeht, gibt es erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern. Neben klassischen Bausparkassen wie Schwäbisch Hall gibt es auch zahlreiche andere Kreditinstitute und Banken die ebenfalls Bausparverträge anbieten. Wie bei allen Finanzprodukten lohnt sich auch beim Bausparen Vergleiche anzustellen. Der Anspruch auf Bausparprämien hingegen ist von der Bausparkasse unabhängig.