Wohnungsbauprämie: Bausparen mit staatlicher Unterstützung

Persönliche Wohnungsbauprämie 2018 berechnen:

Familienstand:

Zu versteuerndes Jahreseinkommen:

Monatliche Sparsumme:

   €

Ihre Wohnungsbauprämie:

26,40 €

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die den privaten Wohnungsbau subventioniert, Bürger also dabei unterstützen soll, eigene Immobilien zu finanzieren. Sie ist eine von drei staatlichen Förderungen, von denen Sie mit einem Bausparvertrag profitieren können. Jeder Bürger, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, hat einen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie und kann vom Staat einen Zuschuss zum Bausparen erhalten.

Voraussetzungen für die Wohnungsbauprämie

Die Hauptvoraussetzung für den Erhalt der Wohnungsbauprämie ist der Besitz eines Bausparvertrages. Laufzeit und Höhe spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist allerdings, dass innerhalb eines Jahres mindestens 50 Euro in den Bausparvertrag eingezahlt werden. Natürlich können Sie sich auch für höhere Sparraten entscheiden.

Zusätzlich darf Ihr Einkommen ein festgelegtes Maximum nicht übersteigen, denn die Prämie soll vor allem für einkommensschwache Bürger unterstützen. Die Einkommensgrenze der Wohnungsbauprämie liegt für Singles bei einem zu versteuernden Einkommen von 25.600 Euro, für gemeinsam veranlagte Ehepartner entsprechend bei 51.600 Euro. Sollten Sie diese Grenze überschreiten, haben Sie keinen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie.

So viel Zuschuss können Sie vom Staat erhalten

Ledig
Verheiratet / Verpartnert
Höhe der Prämie 8,8 % der Sparsumme 8,8 % der Sparsumme
Maximal geförderter
Sparbetrag pro Jahr
512 € 1.024 €
Einkommensgrenze 25.600 € 51.200 €
Maximale Prämie 45,06 € 90,11 €

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Bausparer zahlen in der Ansparphase ihres Vertrages regelmäßige Beträge auf ihr Bausparkonto ein. Die Wohnungsbauprämie richtet sich nach diesem eingezahlten Sparbeitrag. Pro Kalenderjahr erhalten Sie 8,8 % dieser Sparbeiträge als Wohnungsbauprämie vom Staat. Allerdings werden die Sparleistungen nur bis zu einem festgesetztem Höchstbetrag gefördert. Dieser liegt derzeit bei 512 Euro pro Person, bei Ehepaaren entsprechend bei 1.024 Euro. Daraus ergibt sich eine maximale Wohnungsbauprämie von 45,06 Euro für Alleinstehende und 90,11 Euro für Ehepartner pro Jahr. Zahlen Sie als ledige Person mehr als 512 Euro in Ihren Bausparvertrag ein, wird alles darüber nicht mehr durch den Staat gefördert.

Wohnungsbauprämie beantragen und profitieren: So geht’s

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Das Verfahren für den Erhalt der Bausparprämie ist denkbar einfach, da alles direkt mit Ihrer Bausparkasse, geregelt wird. Jedes Jahr erhalten Sie automatisch einen Antrag auf Wohnungsbauprämie mit dem Kontoauszug des Bausparvertrages. Diesen müssen Sie nur ausfüllen und dann unterschrieben an die Bausparkasse zurückschicken. Mit Ihrer Unterschrift versichern Sie, dass Sie die Einkommensgrenze nicht überschreiten und so berechtigt sind, die Bausparprämie zu erhalten.

Die Wohnungsbauprämie wird anschließend von der Bausparkasse berechnet und Ihrem Bausparvertrag nach Ablauf einer Sperrfrist von sieben Jahren gutgeschrieben. Sollten Sie mehrere Bausparverträge besitzen, können Sie die Wohnungsbauprämie auch aufteilen. In diesem Fall müssen Sie auf Ihrem Antrag auf Wohnungsbauprämie jedoch vermerken, ob und in welcher Höhe Sie bei einer anderen Bausparkasse bereits Prämien beantragt haben.

3 Tipps für die Wohnungsbauprämie: Darauf sollten Sie achten

Grundsätzlich sind Bauspardarlehen seit 2009 an eine sogenannte wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden, dies gilt auch für einige Bausparprämien. Das heißt, wenn Sie Ihre Wohnungsbauprämie nicht verlieren bzw. zurückzahlen wollen, dürfen Sie das Geld nicht für andere Zwecke verwenden. Unter die wohnwirtschafltiche Verwendung fallen zum Beispiel Hausbau, Wohnungskauf, Renovierung oder Modernisierung.

Bausparverträge unterliegen einer sogenannten Sperrfrist. Diese soll sicherstellen, dass das Bausparguthaben und natürlich staatliche Fördergelder wie eben die Wohnungsbauprämie ausschließlich zu wohnwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden.

Die Sperrfrist spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Sie Ihren Bausparvertrag vor 2009 abgeschlossen unterschrieben haben. Hier gilt sie für sieben Jahre. Wenn Sie vor Ablauf dieser Zeit auf Ihr Guthaben zugreifen, müssen Sie auf die Wohnungsbauprämie verzichten und bereits erstattete Prämien zurückzahlen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Müssen Sie Ihren Bausparvertrag unter bestimmten Voraussetzungen kündigen, bleibt die Prämie erhalten. Dafür muss die Kündigung einen der folgenden Gründe haben:

  • Die ausgezahlten Beträge werden unverzüglich für einen Wohnungsbau verwendet.
  • Der Bausparer (oder sein Ehepartner) ist verstorben.
  • Der Bausparer (oder sein Ehepartner) wurde arbeitsunfähig.
  • Der Bausparer (oder sein Ehepartner) wurde nach Vertragsschluss arbeitslos und dieser Zustand hält bereits länger als ein Jahr an.

Sie haben bislang keine staatlichen Förderungen in Anspruch genommen, obwohl Sie alle Voraussetzungen erfüllen? Keine Sorge: Sie können die Wohnungsbauprämie auch nachträglich beantragen. Das ist rückwirkend zwei Jahre möglich. Sie können sich den Zuschuss also für bis zu zwei bereits zurückliegende Jahre im Nachhinein sichern. Den Antrag hierzu erhalten Sie bei Ihrer Bausparkasse.

Bausparen mit staatlicher Unterstützung: Vergleichen lohnt sich

Auch wenn die Höhe und die Berechtigung für die Wohnungsbauprämie staatlich reguliert wird und für alle in Deutschland abgeschlossenen Bausparverträge gilt, ist es nicht egal, wo Sie Ihren Bausparvertrag abschließen. Denn was Laufzeiten, Verzinsung und andere Konditionen betrifft, gibt es erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern. Deshalb lohnt es sich, vor dem Abschluss verschiedene Bausparkassen und deren Angebote einander gegenüberzustellen. Online können Sie ganz bequem verschiedene Kosten und Serviceleistungen auf einen Blick vergleichen und den passenden Bausparvertrag mit nur wenigen Klicks direkt beantragen.

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