Guthabenzinsen beim Bausparvertrag: Ersparnisse sicher anlegen

Ob Sparer oder Kreditnehmer, ein Thema ist für beide gleichermaßen wichtig: Zinsen. Während der eine sich möglichst hohe Zinsen auf sein Erspartes erhofft, profitiert der andere, wenn die Zinsen auf das geliehene Geld möglichst gering ausfallen. Bausparer interessieren sich meist sowohl für das eine als auch das andere: Denn sofern sie ihren Bausparvertrag gemäß des Bausparprinzips nutzen, nehmen sie im Laufe der Zeit beide Rollen ein – zunächst sparen sie als Anleger Geld an, später werden sie zum Darlehensnehmer.

Ein Bausparvertrag besteht aus zwei Phasen, der Ansparphase und der Darlehensphase. Dementsprechend gibt es auch zwei Gruppen von Bausparzinsen: die Darlehenszinsen und die Guthabenzinsen, um die es nun genauer gehen soll. In der Ansparphase zahlt der Bausparer regelmäßig einen bestimmten Betrag auf den Bausparvertrag ein. Das so aufgebaute Sparguthaben wird von den Bausparkassen in der Regel verzinst. Man spricht dabei von Guthabenzinsen. Bausparvertrag-Interessenten sollten besonders auf die Guthabenverzinsung achten, wenn sie den Bausparvertrag als Sparanlage nutzen möchten.

Darlehens- oder Guthabenzinsen? Bausparvertrag nach individuellen Zielen auswählen

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen man einen Bausparvertrag abschließen möchte: Ob für die Finanzierung des eigenen Traumhauses oder als Sparanlage – es gilt immer, den bestmöglichen Tarif für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu finden. Wer auf der Suche nach einer sicheren, aber trotz allem rentablen Sparanlage ist, interessiert sich dabei wohl vor allem für eins: Den Guthabenzins. Bausparvertrag-Interessenten haben diesbezüglich zunächst einmal eine große Auswahl. Denn grundsätzlich verzinsen Bausparkassen das in der Ansparphase angesammelte Guthaben.

Jedoch bieten die meisten Bausparkassen mehrere Tarife an, die sich oft an verschiedenen Bausparzielen orientieren. Dementsprechend kann man davon ausgehen, dass ein Tarif, der auf die Inanspruchnahme des Bauspardarlehens ausgelegt ist, den Fokus eher auf niedrige Darlehenszinsen legt. Mit einem Angebot, das auf Sparer zugeschnitten ist, hat man dagegen höhere Chancen, einen attraktiven Guthabenzinssatz zu erhalten. Für Unentschlossene gibt es zusätzlich auch noch Mischformen mit ausgeglichenem Zinsverhältnis. Um die Vielzahl der verschiedenen Bausparkassen und Angebote ansatzweise überblicken zu können, lohnt es sich, einen Bausparvertrag Vergleich anzustellen.

Bausparvertrag: Guthabenzinsen müssen versteuert werden

In Deutschland müssen Kapitalerträge versteuert werden. Dazu gehören Dividende, realisierte Kursgewinne und Zinsen, also auch die Guthabenzinsen aus einem Bausparvertrag. Auf all diese Kapitaleinkünfte fällt die sogenannte Abgeltungssteuer an, die automatisch von der Bank oder der Bausparkasse an das Finanzamt abgeführt wird.

Tipp: Bis zu einem bestimmten Freibetrag sind Zinsen, Dividende und Kursgewinne steuerfrei. Wer seine Guthabenzinsen also nicht durch den Steuerabzug schmälern möchte, kann seiner Bausparkasse einen Freistellungsauftrag erteilen.

Sicherheit für Sparer

Wer Geld anlegen möchte, ist oft auf der Suche nach einem Bausparvertrag mit hoher Guthabenverzinsung. Ein Bausparvertrag Vergleich ist die schnellste und einfachste Möglichkeit, den einen Weg durch den „Tarifdschungel“ zu finden. Mit nur einer Einstellung kann man aus der Vielzahl der Tarife die Angebote herausfiltern lassen, die speziell auf Sparwünsche zugeschnitten sind. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase werden zwar die sehr attraktiven Guthabenzinsen von Altverträgen kaum mehr erreicht, jedoch punktet der Bausparvertrag nach wie vor mit hoher Sicherheit und kann damit besonders für Sparer mit sehr geringer Risikobereitschaft interessant sein.

Geringe Zinsen für Darlehensnehmer

Umgekehrt bewirkt der Niedrigzins jedoch, dass die Zinsen für Darlehen so günstig wie selten zuvor sind. Für Bausparer, die von einem Eigenheim träumen, kann der Bausparvertrag so zu einem nicht zu unterschätzenden Vorteil werden: Sie können sich die aktuell günstigen Zinsen sichern und auch Jahre später davon profitieren, wenn sie schließlich das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. Denn die Konditionen des Bausparvertrages werden beim Abschluss festgelegt und können sich dann nicht mehr ändern – auch wenn die Kreditzinsen Jahre später viel höher sein sollten. Zukünftige Eigenheimbesitzer sollten deshalb bei der Wahl ihres Tarifs vor allem auf günstige Darlehenszinsen achten. Dies ist langfristig lohnenswerter als ein hoher Guthabenzins. Bausparen kann so vor allem denjenigen zugutekommen, die vom eigenen Zuhause träumen, jetzt bereits Geld dafür ansparen und sich gleichzeitig die günstigen Bauzinsen sichern möchten.

Bausparvertrag: Guthabenzinsen auszahlen lassen?

Wer einen Bausparvertrag mit Guthabenzinsen abgeschlossen hat, muss für ihren Erhalt im Wesentlichen nichts Anderes tun als die vereinbarten Sparbeiträge einzuzahlen. Das so entstehende Guthaben wird automatisch mit dem im Vertrag festgelegten Zinssatz verzinst und dem Bausparkonto gutgeschrieben. Eine Auszahlung der Zinsen auf das eigene Girokonto ist in der Regel nicht möglich.

Möchte man sich die Erträge aus den Guthabenzinsen dennoch auszahlen lassen, bleibt nur die Kündigung des Bausparvertrages. Der Bausparer erhält dann das gesamte Guthaben inklusive Zinsen. Je nach aktuellem Stand des Bausparvertrages – befindet sich dieser in der Ansparphase oder ist bereits zuteilungsreif? – muss man hier jedoch unter Umständen mit zusätzlichen Kosten rechnen. Um Vor- und Nachteile dieser Entscheidung abwägen zu können, sollte man sich deshalb vorab genau informieren.

Mit Bausparvertrag zum Eigenheim

Aufgrund der aktuell niedrigen Kreditzinsen lohnt sich der Bausparvertrag besonders für Bausparer, die für ein eigenes Zuhause sparen möchten. Um den attraktivsten Tarif zu finden, ist ein Darlehens- und Guthabenzins Vergleich verschiedener Angebote immer sinnvoll. Auch in Blick in Richtung staatlich geförderter Varianten, wie etwa dem Riester Bausparen, kann sich auszahlen.

Auch wenn ein einzelner Vertrag selten für die komplette Finanzierung einer eigene Immobilie ausreicht, da die Bausparsumme meist unter der dann benötigten Summe liegt, kann der Bausparvertrag zum aktuellen Zeitpunkt eine sinnvolle Ergänzung für die spätere Baufinanzierung sein. Diese kann dann entsprechend geringer ausfallen, was wiederum die Zinskosten verringert.

Zinsen beim Bausparvertrag: Ein Überblick
Wie bei den meisten Finanzprodukten spielen die Zinsen auch beim Bausparvertrag eine große Rolle. Besonderheiten und wichtige Faktoren:
Zinsen beim Bausparvertrag

Darlehenszinsen
Wer das Bauspardarlehen in Anspruch nimmt, muss dieses inklusive Zinsen zurückzahlen. Worauf man bei den Darlehenszinsen achten sollte:
Darlehenszinsen beim Bausparvertrag