Bewertungszahl: Bausparvertag von Anspar- in Darlehensphase bringen

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Der Bausparvertrag ist wohl für kaum einen Deutschen ein Unbekannter – ganz im Gegenteil, lange Zeit war er eines der beliebtesten Finanzprodukte. Kein Wunder, immerhin kann er einerseits als Sparanlage eingesetzt werden, bietet andererseits aber auch Finanzierungsmöglichkeiten. Wer ihn aus letzterem Grund abgeschlossen hat, also den Kauf oder Bau eines Eigenheims plant und die Bausparsumme gerne als Teil der Finanzierung nutzen möchte, wartet meist vor allem auf die Auszahlung des Darlehens. Voraussetzung dafür ist, dass der Bausparvertrag zuteilungsreif ist. Die Zuteilungsreife wird jedoch erst erteilt, wenn verschiedene Punkte erfüllt sind.

Mit der bedeutendste Faktor ist dabei die Bewertungszahl. Denn selbst, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind – ist die Bewertungszahl nicht hoch genug, wird der Bausparvertrag nicht zuteilungsreif und verbleibt in der Ansparphase. Doch was ist die Bewertungszahl eigentlich genau? Wie hoch muss sie sein, dass der Bausparvertrag in die Zuteilungsphase übergehen kann?

Was bedeutet die Bewertungszahl beim Bausparvertrag?

Die Bewertungszahl ist eine mathematische Größe, die einen großen Einfluss auf die Bausparvertrag Zuteilung hat. Denn sie bestimmt, in welcher Reihenfolge die Bausparverträge zugeteilt werden. Der Übergang von der Ansparphase in die Darlehensphase ist erst möglich, wenn eine bestimmte Mindestbewertungszahl erreicht wurde. Wie hoch diese genau ausfällt, hängt von der eigenen Bausparkasse sowie dem gewählten Tarif ab.

In die Berechnung der Bewertungszahl fließen verschiedene Faktoren ein, die je nach Bausparkasse unterschiedlich gewichtet werden. In der Regel gibt es bei jeder Bausparkasse bestimmte Bewertungsstichtage, an denen alle Bausparverträge bewertet werden. Je höher die Bewertungszahl bei der Bewertung ausfällt, desto eher ist der Bausparvertrag zuteilungsreif.

Bausparvertrag: Bewertungszahl ist wichtig für die Bausparkasse

Die Bewertungszahl spielt nicht nur für die Bausparer, sondern vor allem für die Bausparkassen eine wichtige Rolle. Wer sich etwas mit der (hier vereinfacht erklärten) Systematik des Bausparens beschäftigt, versteht auch schnell den Hintergrund der Bewertungszahl. Bausparvertrag-Besitzer zahlen in der ersten Ansparphase regelmäßig Geld in einen großen Bauspartopf ein. Pro Monat werden daraus Bauspardarlehen vergeben. Das bedeutet, es findet eine Geldrotation statt. Einzahlende Bausparer sorgen sozusagen zunächst dafür, dass die Bauspardarlehen ausgezahlt werden können, erhalten ihren Kredit später ebenfalls aus dem großen Topf.

Um zu verhindern, dass dieses System in ein Ungleichgewicht gerät, wird monatlich allerdings nur ein bestimmter Betrag an Darlehen ausgezahlt. Um hier eine faire Verteilung und Zuteilungsreihenfolge zu gewährleisten, wurde ein Kriterium benötigt: die Bewertungszahl. Sie zeigt die Dauer und Höhe der Sparleistung des Bausparers an und sorgt so für eine gerechte Vergabe der Darlehen.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag? Die Phasen des Bausparens

Ein Bausparvertrag durchläuft dem Prinzip des Bausparens folgend drei Phasen. Direkt nach dem Abschluss tritt er in die Ansparphase ein, in der die regelmäßige Einzahlung vorab festgelegter Sparbeträge für den Aufbau von Eigenkapital sorgt. Sobald die vereinbarte Ansparsumme sowie weitere Voraussetzungen erreicht wurden, ist der Bausparvertrag zuteilungsreif, geht also in die Zuteilungsphase über. Erst dann ist die Bedingung für die Darlehensphase erfüllt, wodurch der Bausparer das Recht erhält, auf das Bauspardarlehen zuzugreifen.

Bewertungszahl: Bausparer können Mindesthöhe selbst einsehen

Der Traum vom eigenen Haus soll erfüllt werden? Bausparer, die diesen Schritt wagen und ihren Bausparvertrag für die Finanzierung heranziehen möchten, warten oft ungeduldig darauf, dass der Bausparvertrag zuteilungsreif wird. Denn nur dann können sie auf das Darlehen zugreifen. Eine wichtige Frage ist deshalb: „Wie hoch muss die Bewertungszahl beim Bausparvertrag sein, dass die Zuteilungsphase erreicht wird?“

Diese Frage kann jeder Bausparkunde am einfachsten selbst mit einem Blick in seinen Bausparvertrag beantworten. Hier ist die Mindestbewertungszahl, die für eine Zuteilung des Bausparvertrages erreicht werden muss, festgehalten. Zusätzlich sollte jeder Bausparer von seiner Bausparkasse regelmäßig über den jeweils aktuellen Stand informiert werden.

Kann man die Bewertungszahl berechnen?

Für viele Bausparer ist die Bewertungszahl das undurchsichtigste Zuteilungskriterium. Der Hauptgrund ist, dass jede Bausparkasse eine eigene Berechnung der Bewertungszahl beim Bausparvertrag hat. Das bedeutet, dass die Schwäbisch Hall Bewertungszahlen beispielsweise anders berechnen kann als etwa die LBS oder die BHW.

Eine allgemeingültige Formel, mit der jeder seine persönliche Bewertungszahl berechnen kann, gibt es deshalb leider nicht. Dafür müsste jede Bausparkasse die gleichen Faktoren in gleicher Gewichtung zugrunde legen. Aufgrund des eigenen Systems jeder Bausparkasse ist jedoch nicht klar nachvollziehbar, wie sich die einzelnen Bewertungszahlen genau zusammensetzen.

Beeinflussung der Bewertungszahl: Bausparvertrag schneller zuteilen lassen?

Wer den Bau oder Kauf des eigenen Zuhauses lieber heute als morgen in Angriff nehmen möchte, wartet meist sehnlichst auf den Tag, an dem er über sein Bauspardarlehen verfügen kann. Doch was, wenn der Bausparvertrag noch gar nicht zuteilungsreif ist? Was, wenn die Mindestbewertungszahl noch nicht erreicht ist? Kann man die Bewertungszahl so beeinflussen, dass sie schneller steigt?

Die Antwort wird ungeduldige zukünftige Eigenheimbesitzer freuen. Denn es gibt Möglichkeiten, positiven Einfluss auf die Bewertungszahl zu nehmen und so eventuell eine frühere Zuteilung zu erreichen. Auch wenn die genaue Berechnung der Bewertungszahl von Bausparkasse zu Bausparkasse verschieden gehandhabt wird, gibt es bestimmte Faktoren, die Einfluss auf diese haben. Dabei geht es nicht nur um die Tarifwahl, sondern vor allem um das Sparpotential und -verhalten der Bausparer. Bewertungszahl und damit auch Zuteilung sind besonders abhängig von folgenden Faktoren:

  • angespartes Guthaben
  • erhaltene Guthabenzinsen
  • Anspardauer beziehungsweise Bausparvertrag Laufzeit

Wer die Zuteilung seines Bausparvertrages begünstigen und möglichst schnell eine hohe Bewertungszahl erreichen möchte, sollte sich in erster Linie bei der eigenen Bausparkasse informieren, wie er die benötigte Bewertungszahl schneller erreichen oder verbessern kann. Oft kann es helfen, hohe Sparbeträge bei einer kurzen Ansparphase zu vereinbaren. Zusätzlich kann man auch über Sonderzahlungen nachdenken und so für ein schneller ansteigendes Guthaben sorgen. Schon eine Einmalzahlung auf das Bausparkonto kann das Erreichen der Mindestbewertungszahl beschleunigen.

Bausparvertrag Bewertungszahl: Rechner hilft bei der Wahl des richtigen Produkts

Den Traum vom Eigenheim teilen sich viele Deutsche. Viele nutzen einen Bausparvertrag, um bereits frühzeitig Eigenkapital anzusparen und sich Konditionen für ein Darlehen zu sichern, das zur Finanzierung des eigenen Zuhauses genutzt werden kann. Doch die Auszahlung des Bauspardarlehens ist nur möglich, wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, besonders wichtig ist aber die Bewertungszahl. Bausparvertrag-Besitzer, die bereits beim Abschluss ihres Vertrages wissen, dass sie den Kredit für den Kauf oder Bau eines eigenen Hauses nutzen möchten, sollten bereits bei der Auswahl des Produkts auf die Rahmenbedingungen achten. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass das Darlehen schnell herausgegeben wird? Mit welcher Wartezeit ist zu rechnen? Ein Bausparvertrag Vergleich hilft dabei, passende Angebote zu finden, die man anschließend noch genauer unter die Lupe nehmen kann.